Die Bösen sterben nie

►Album: "Mango" , 2005 / „3 Dekaden Songs“, 2011

Im September 2003 waren André (git) und ich im Begriff, meine dritte Finnlandtour anzutreten, als die dafür zuständige Managerin mich anrief und mir etwas von einem englischen Musiker erzählte, der so viel geackert habe in den letzten Jahren, dass er dringend eine Auszeit benötige, um nicht durchzudrehen. Ob sie ihn nicht mit auf meine 3 Wochen Finnlandtour schicken könne? Was war sie überrascht, als sie seinen Namen nannte und ich begeistert aufschrie, denn ich kannte Nick Beggs, seine Stimme, sein Bassspiel und jenes auf dem Chapman-Stick, hatte zwar keine Platten von „Kajagoogoo“ aber sehr wohl die seiner Nachfolgeprojekte „Kaja“ und „Ellis, Beggs & Howard“ im Schrank und war also auf der Stelle dafür! Es gab keine Zeit mehr, sich zu Proben zu verabreden, also schickten wir ihm unsere Songs mit der Post nach England und trafen uns einen Tag vor dem ersten Konzert in Tampere (Finnland)… Wir reisten mit dem PKW mehr als 3000km von Ort zu Ort durch Finnland, erweiterten während der Tour das Programm noch um ein paar Stücke von Nick und hatten eine schöne Zeit. Ich sehe Nick Beggs, der sein Handwerk immer wieder in den Dienst bekannter Rock/Popgrößen stellt, zu selten aber ab und an, wenn ihn die Tourneen seiner Protagonisten wie Howard Jones oder kürzlich Kim Wild nach Berlin führen. 2004 schickte er mir einen Song, von dem er meinte, der würde gut zu mir passen. Natürlich betextete ich ihn nicht in Englisch, sondern in der Sprache, die mir der liebe Gott in die Wiege gelegt hat. Und es klingt sogar eine kleine Beschwerde an eben jenen Gott mit… Danke Nick und all the best!!

« zurück